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Nicky Skopelitis

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Nicky Skopelitis ist ein US-amerikanischer Jazz-Gitarrist griechischer Abstammung aus dem Umfeld von Bill Laswell, der mit diesem in Bands wie Curlew, Material und vielen anderen Projekten musizierte sowie darüber hinaus für seine Zusammenarbeit mit Herbie Hancock, Afrika Bambaataa und Public Image Limited bekannt ist.

Karriere Bearbeiten

Nicky Skopelitis erlernte als Kind das Trompetenspiel, bevor er sein Augenmerk auf die Gitarre und andere Saiteninstrumente wie Banjo und Dobro richtete.

Als Teenager war er ein bedeutender Vertreter der New Yorker Downtown (No Wave)-Musikszene und begann Ende der 1970er eine äußerst fruchtbare Freundschaft mit dem Bassisten und Produzenten Bill Laswell. Zusammen spielten die beiden in der Avantgarde-Rockband Curlew bis Skopelitis auch bei Material einstieg. Auf dem 1982 erschienenen Album One Down ist er neben Fred Frith und der jungen, noch weitestgehend unbekannten Whitney Houston zu hören.

Ein enormer Popularitätsschub für Material war 1983 Herbie Hancocks Album Future Shock (mit der Single Rock-it), auf dem Skopelitis als Backgroundsänger vertreten ist. Im Laufe des Jahrzehntes kam es zu weiteren Arbeiten mit Hancock, so spielte Skopelitis u.a. Gitarre auf Sound-System (1984) und Fairlight auf Perfect Machine (1988). Ein ähnlicher Erfolg war 1984 die von Laswell und Afrika Bambaataa mit John Lydon konzipierte Single World Destruction, eine frühe Verbindung von Rockmusik und Rap. Neben Skopelitis war auch Keyboarder Bernie Worrell als Sessionmusiker beteiligt. Aus dem Treffen mit Lydon folgte 1986 die Zusammenarbeit an Album von Public Image Limited, wo Skopelitis neben so namhaften Musikern wie Ginger Baker, Jonas Hellborg, Steve Vai und Tony Williams zu hören ist.

Ein nächster Zwischenstopp war 1987 Rhythm Killers von Sly & Robbie, zu dem neben Skopelitis, Laswell und Worrell auch Bootsy Collins, Karl Berger und Gitarrist Pat Thrall Beiträge beisteuerten. Im selben Jahr halfen Skopelitis und Laswell dem Blues-Musiker James Blood Ulmer bei seinem Werk America: Do You Remember The Love?.

1989 legte Nicky Skopelitis ein erstes Soloalbum namens Next To Nothing vor. Hierfür konnte er neben Laswell, Worrell, Fred Frith und Ginger Baker auch den Perkussionisten Aiyb Dieng gewinnen. Journalist Robert Palmer bescheinigte im Rolling Stone:

„Though the album wouldn't be entirely out of place in a New Age bin, this is one "atmospheric" record that maintains musical interest and a quiet but effective rhythmic tension throughout. Next to Nothing would also be at home as the soundtrack of a desert adventure movie; in the meantime, it is substantial enough to spark moving images in the listener's mind. [1]

1991 war Skopelitis maßgeblich an der Entstehung des Albums Drunk With Passion der Golden Palominos beteiligt und arbeitete mit Swans an White Light From The Mouth Of Infinity. Außerdem erschien Faith Moves, ein Duo mit dem Gitarristen Sonny Sharrock, von Laswell produziert. Robert Palmer schrieb im Rolling Stone:

„The music is all made by Sharrock's Les Paul and Skopelitis's battery of guitars, basses and other Western and non-Western instruments, with up to ten overdubs per track. The versatile Skopelitis mostly provides multilayered settings for Sharrock's free-spirited leads. Some of the music leans east, some leans west. [2]

Nach Konzerten mit Material und Mitarbeit an der Vertonung von Hakim Beys Buch Temporäre Autonome Zone folgte 1993 das Album Ekstasis mit Laswell, Jah Wobble und Jaki Liebezeit. Down Beat schrieb hierzu:

„Ekstasis is a somewhat uneven, but at times gloriously grooving effort (...) Skopelitis has a knack for creating fascinating musical spaces and textures (...) 4 Stars - Very Good [3]

Im Anschluss beteiligte sich Skopelitis weiterhin an einer Vielzahl von Projekten unter Laswells Federführung, obwohl dieser ab 1992 auch häufig den Gitarristenkollegen Buckethead einsetzte. Nach einem ersten Zusammentreffen der beiden Virtuosen bei Hakim Bey spielten sie gemeinsam auf dem Axiom-Sampler Funkcronomicon, Every Silver Lining Has A Cloud von Julian Schnabel (jeweils 1995) sowie Unison von Shin Terai (1999). Dazwischen war bereits 1998 das nächste Soloalbum von Skopelitis namens Revelator erschienen, ein zum Bereich Avantgarde Lounge tendierendes Werk mit dem Gitarristen Raoul Björkenheim, dem Perkussionisten Bill Buchen sowie Bill Laswell als Produzent. Ein weiteres Album als Ekstasis mit der Besetzung wie der Erstling wurde ebenfalls 1998 vorgelegt.

Es folgten weitere Studiobesuche, so u.a. bei Gigi von Laswells späterer Ehefrau Ejigayehu Gigi Shibabaw (2001) und With A Heartbeat vonPharoah Sanders und Graham Haynes (2003). 2006 war Skopelitis auf The Rasta Far I von Dub Syndicate an der Sitar zu hören, 2007 neben Worrell auf ARA von Dorian Cheah.

Diskografie Bearbeiten

  • 1989: Next To Nothing (Venture Records)
  • 1991: Faith Moves (CMP Records)
  • 1993: Ekstasis (Axiom)
  • 1998: Ekstasis - Wake Up And Dream (Cyber Octave)
  • 1998: Revelator (Douglas Music / innerhythmic)

Beteiligungen (Auswahl) Bearbeiten

  • 1981: Curlew: Curlew
  • 1982: Material: One Down
  • 1983: Herbie Hancock: Future Shock
  • 1984: Herbie Hancock: Sound-System
  • 1984: Time Zone: World Destruction (Single)
  • 1986: Public Image Limited: Album
  • 1986: Afrika Bambaataa: Beware (The Funk Is Everywhere)
  • 1987: Sly & Robbie: Rhythm Killers
  • 1987: James Blood Ulmer: America: Do You Remember The Love?
  • 1988: Herbie Hancock: Perfect Machine
  • 1988: Iggy Pop: Instinct
  • 1991: Swans: White Light From The Mouth Of Infinity
  • 1991: The Golden Palominos: Drunk With Passion
  • 1993: Material: Live In Japan
  • 1993: Divination: Ambient Dub Volume I
  • 1994: Hakim Bey: T.A.Z.
  • 1994: Anton Fier: Blind Light
  • 1995: Axiom Funk: Funkcronomicon
  • 1995: Julian Schnabel: Every Silver Lining Has A Cloud
  • 1999: Shin Terai: Unison
  • 2001: Gigi: Gigi
  • 2002: The Meta Collection (Kompilation)
  • 2003: Pharoah Sanders & Graham Haynes: With A Heartbeat
  • 2005: Neighborhood Legends Vol. 1 (Kompilation)
  • 2007: Dorian Cheah: ARA


Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Review zu Next To Nothing im Rolling Stone
  2. Review zu Faith Moves im Rolling Stone
  3. Down Beat 10/1993, S. 42

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